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Der Nationalpark “Unteres Odertal” ist der einzige Nationalpark Brandenburgs. Das untere Odertal ist eine der letzten naturnahen Flussauenlandschaften Mitteleuropas und breitet sich auf einer Strecke von 60 Kilometern von Hohensaaten bis vor die Tore Stettins aus. Der Nationalpark “Unteres Odertal” wurde 1995 eröffnet und ist zum Aushängeschild der Region geworden. Allein 1999 kamen etwa 100.000 Touristen in den Nationalpark. Sie nutzen den neuen Uferradweg von einer Länge von 60 km entlang der Gewässerlinie. Er ist Teil des Oder-Neiße-Fernradweges. Wer Entspannung in der Natur sucht, sollte Schwedt als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark wählen - entweder zu Fuß oder per Fahrrad. Für mich ist mein Rolli das Fortbewegungsmittel und es ist immer wieder ein unvergessliches Erlebnis für mich, die Ruhe in der Natur zu genießen. Ebenso beliebt wie der Radweg ist der Deich mit einer Länge von 120 km für ausgedehnte Fahrradtouren oder Wanderungen.

Das untere Odertal ist ein Paradies für Wasservögel als Brut-, Rast und Überwinterungsplatz. Im Frühjahr bevölkern lärmende Vogelschwärme die überflutete Aue. Mehr als 160 Vogelarten brüten hier. Bei ablaufendem Hochwasser entstehen flache Wasser-, Schlamm- und Feuchtwiesenbereiche. Dann treffen viele Limikolenarten im Nationalpark ein.

Kampfläufer, Kiebitze und Bekassinen gehen auf Nahrungssuche und besetzen ihre Brutplätze. Zu jeder Jahreszeit können im Nationalpark Vogelarten beobachtet werden. Im Sommer bietet das untere Odertal Brutmöglichkeiten für viele bedrohte Vogelarten. Der Nationalpark beherbergt größte Brutvorkommen des Seggenrohrsängers und des Wachtelkönigs. In den Hangwäldern brüten die seltenen See- und Schreiadler, Rot- und Schwarzmilane und Schwarzstörche.

Viele Zugvögel brechen im Herbst zu ihren Überwinterungsgebieten auf. Die Zahl der Kraniche, die die Oderniederung für einige Wochen als Schlafplätze nutzen, steigt Anfang Oktober. Ein unvergessliches Naturschauspiel ist der vom Sonnenuntergang begleitete Einflug von bis zu
15 000 Kranichen.

In milden Wintern sind vor allem Saat- und Blässgänse, Sing- und Höckerschwäne und verschiedene Entenarten zu beobachten.

Die Bestände von Fischottern und Bibern oder Bartmeisen sind angestiegen. Seltene Gäste wie die Sumpfohreule oder das Flussneunauge wurden beobachtet. Sogar im Nationalpark bislang unbekannte Vogelarten - der Wüstensteinschmätzer und der Buschrohrsänger - wurden entdeckt und erhöhten die Zahl der Vogelarten auf 262.

Das umfangreiche Poldersystem wurde von 1906 bis 1932 nach holländischem Vorbild im unteren Odertal zur “Verbesserung der Vorflut in der unteren Oder” gebaut. Polder sind eingedeichte Talbereiche, wobei zwischen Nasspoldern (Flutung möglich) und Trockenpoldern unterschieden wird. In den Nasspoldern können auch heute noch der Wasserstand und die Überflutungszeiten reguliert werden. Die wechselnden Wasserstände schaffen günstige Lebensbedingungen für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren der Feuchtgebiete und Flussniederungen.

Wie ich schon oben erwähnte, bin ich sehr viel in der Natur unterwegs und möchte nun auf den nächsten Seiten einige meiner Bilder zeigen.

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